Technische Schuhinformationen
Schließen
Sicherheitsschuhe sind Schuhe nach DIN EN 345-1, mit Zehenschutzkappen für hohe Belastungen, deren Schutzwirkung mit einer Prüfenergie von 200 J geprüft wurde (Kennzeichnung: S).


Schutzschuhe sind Schuhe nach DIN EN 346-1 mit Zehenschutzkappen für mittlere Belastungen, deren Schutzwirkung mit einer Prüfenergie von 100 J geprüft wurde (Kurzbezeichnung: P).


Berufsschuhe sind Schuhe DIN EN 347-1, die keine Zehenschutzkappen haben müssen, mit einem oder mehreren schützenden Bestandteilen (Kurzbezeichnung: O).

Grundanforderungen für Sicherheitsschuhe (Auszug):
Zehenschutz:
- Länge der Zehenschutzkappe
- Widerstand gegen Stosswirkung
- Widerstand gegen Druck
- Korrosionsbeständigkeit

Zehenkappe - Je nach Schuhausführung, Sicherheitsschuh oder Schutzschuh, werden unterschiedliche Anforderungen an die Zehenschutzkappe gestellt, und zwar an die statische und dynamische Belastbarkeit (Druck und Stoß). Es wird zwischen zwei Zehenkappenausführungen mit Prüfenergien von 200 und 100 J unterschieden.


Dabei dürfen die in Abhängigkeit von der Schuhgröße festgesetzten Mindestresthöhen
(nach Prüfung durch Druck und Stoß) nicht unterschritten werden. Die Mindest- zehenkappengröße ist der jeweiligen Schuhgröße zugeordnet. Die Länge der Zehenschutzkappe wird durch die Abrollbewegung des Fußes begrenzt und ist in der Norm festgelegt. Die sorgfältige Abpolsterung der Zehenschutzkappe im Innenschutz ist ein wesentlicher Maßstab für einen guten Sicherheitsschuh.


Schuhoberteil:
Das Schuhoberteil kann aus Leder oder anderen Materialien bestehen. Leder hat den Vorteil, sich in kurzer Zeit dem individuellen Fußklima anzupassen. Anforderungen an das Schuhoberteil sind Dicke, Reißkraft, Festigkeit, Biegeverhalten, Wasserdurchlässigkeit, Wasserdampfzahl, ph-Wert und Hydrolyse. Die Hinterkappe soll dem Fuß im Fersenbereich einen festen seitlichen Halt geben.

Blattfutter:
Wird bei allen Schutzausführungen gefordert. Es wird unterschieden zwischen Blatt- und Quartierfutter. Quartierfutter muss nicht, kann aber vorhanden sein. Die Anforderungen an das Futter richtet sich an Reißkraft, Abrieb, Wasserdampfzahl und ph-Wert.

Brandsohle:
Nicht herausnehmbares Bestandteil an der unteren Innenseite des Schuhes, der den Fuß berührt. Bei LUPOS wird bei allen PU-Artikeln eine vegetabil gegerbte Brandsohle verwendet.

Laufsohle:
Die Laufsohle muss kraftstoff- und ölbeständig sein. Sie muss eine durchgehende Mindestdicke und Festigkeit (Reißkraft, Abrieb, Biegeverhalten, Hydrolyse, Trennkraft zwischen den Schichten bei Mehrschichtsohlen) haben. Außerdem wird sowohl die profilierte Lauffläche wie die Profiltiefe vorgeschrieben (mind. 2,5 mm). Im übrigen muss die Laufsohle ausreichend fest mit dem Schaft verbunden (Trennkraft) sein.

Kategorien von Sicherheitsschuhen:
Grundanforderung
Zusatzanforderung

SB
I und II


S 1
Geschlossener Fersenbereich, Antistatik, Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich.

S 2
wie S 1, zusätzlich Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme.

S 3
wie S 2, zusätzliche Durchtrittsicherheit, profilierte Laufsohle.

S 4
Antistatik, Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich.

S 5
wie S 4, zusätzliche Durchtrittsicherheit, profilierte Laufsohle.




Symbole:
P = Durchtrittsichersicherheit

C = Elektrischer Durchgangswiderstand/Leitfähigkeit des Schuhs

A = Antistatische Schuhe

HI = Wärmeisolierung

CI = Kälteisolierung

E = Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich

Kennzeichnung des Schuhes:
Jedes Paar Sicherheitsschuhe muss z.B. durch Einstanzen oder Prägen, klar und dauerhaft mit folgenden Informationen gekennzeichnet sein:

a) Größe

b) Zeichen des Herstellers

c) Typbezeichnung des Herstellers;

d) Herstellungsdatum (mindestens Quartal und Jahr);

e) die Nr. dieser Europäischen Norm, d.h. DIN EN 345-1/S....

f) das Symbol der entsprechenden Schutzfunktion


Keine AZO-Farbstoffe:
AZO Farbstoffe sind künstliche, organische Farbstoffe. Diese Farbstoffe finden keinen Einsatz bei der Herstellung von LUPOS Schuhen, da sie im Verdacht stehen, gesundheitsschädlich zu sein.

Kein PCP:
Die LUPOS Schuhfabrik verarbeitet nur PCP freies Leder. PCP (Pentachlorphenol) wird eingesetzt gegen Schimmelbildung und kann bei Kontakt mit der Haut zu Problemen führen. PCP hat bei uns keine Chance!


Lederarten:
Die sogenannte "Narbenseite" waren bei den Tieren die Haare - Die "Fleischseite" war dem Tierkörper zugewandt. Häute vom Rind oder Schwein werden vor der Gerbung gespalten. Die Narbenseite wird zu Glatt- oder Nubukleder verarbeitet, aus der Fleischseite werden sog. Spaltleder (z. B. Veloursleder) gewonnen.


Imprägniertes Leder
Ein Leder, das durch Einlagerung verschiedener Stoffe wasserabweisend wird, ohne seine typischen Ledereigenschaften zu verlieren.

Nappaleder
Ursprünglich ein weiches, vollnarbiges Bekleidungsleder aus Schaf- oder Ziegenfellen. Heute ist dies eine Bezeichnung für alle weichen, griffigen Leder aller Tierarten. Benannt nach der kalifornischen Stadt "Napa".

Nubuk
Ein festes, narbenseitig geschliffenes Kalbs- oder Rindleder mit samtartiger Oberfläche.

Waterproof
Ein chromgegerbtes oder kombiniert gegerbtes, wasserabweisendes Leder, ursprünglich stark gefettet. Es können jedoch auch andere imprägnierende Zusätze verwendet werden.


Gerbungsmethoden:
Vegetabil (rein pflanzlich)
Für dieses traditionelle Verfahren werden viele Rohstoffe benötigt: Rinden, Früchte, Blätter und Hölzer. In einem über Monate dauerndes Verfahren werden die Leder auf natürliche Weise gegerbt.

Mineralgerbung
Unter diesem Gerbverfahren versteht man eine Chromgerbung mit Zusätzen von weiteren Mineralien.


Miranolzurichtung:
Miranol-Leder wurde entwickelt für Sicherheits- und Berufsschuhe, die in Betrieben getragen werden, in denen aggressive Medien in verschiedenen Temperaturbereichen und Aggregatzuständen vorkommen (z. B. Chemische Industrie, Naßbetriebe, Metallverarbeitung, Salzbetriebe usw.). Unter Miranolzurichtung versteht man ein System verschiedenartiger Lederbeschichtungen, die praktisch auf alle Ledersorten aufgebracht werden können.


Lorica Sporter:
Leichtes High-Tech-Kunstleder, besonders wasserabweisend, hohe Hydrolyse-, Urin-, Licht- und UV-Beständigkeit.


Mesh:
Hochabriebfestes und reißfestes Textil mit hoher Wasserdampfdurchlässigkeit (Luftzirkulation).


Hydrolyse:
Spaltung von chemischen Verbindungen durch Wasser. Beispiel: Durch eine hohe Hydrolysebeständigkeit beim Sicherheitsschuh wird der chemische Einfluss von Wasser auf das Sohlenmaterial des Schuhs stark vermindert.


Hydrophobiert = Wasserabweisend


Nomex:
Ist eine Chemiefaser (Aramidfaser). Nomex ist: hochtemperaturbeständig ohne Festigkeitsverlust, Reiß- und Scheuerfest.


Elektrischer Durchgangswiderstand:
Je nach Größe des elektrischen Durchgangswiderstandes wird zwischen "leitfähigen" und "antistatischen" Schuhen unterschieden. Antistatische Schuhe sollen benutzt werden, wenn die Notwendigkeit besteht, elektrostatische Aufladung zu vermindern und gleichzeitig die Berührung von unter Spannung stehenden Geräten nicht ausgeschlossen ist. Der elektrische Durchgangswiderstand muss darum zwischen 10 hoch 5 und 10 hoch 9 Ohm liegen.


SBAE:
Kurzerklärung: SB ist die Abkürzung für normierte Mindestanforderungen an einem Sicherheitsschuh. Zusätzlich erfüllt der Schuh mit dem Zusatz AE noch die (A)ntistatik und die (E)nergieaufnahme im Fersenbereich.


O1 und O4:
Kurzerklärung: Die Bezeichnung O steht generell für Berufsschuhe. Die Bezeichnungen 1 oder 4 bezeichnen bestimmte, zusätzliche sicherheitsrelevante Merkmale. Um so höher die Ziffer, umso mehr Merkmale sind in diesem Schuh berücksichtigt.


Besonderheiten zum Produkt:
Rutschhemmung DIN 4843/ Teil 100

Da die meisten Unfälle durch Rutschen und Umknicken im Fußbereich entstehen, ist eine rutschhemmende Sohle angebracht. LUPOS erreicht Top-Werte an denen sich viele Wettbewerber messen lassen müssen.

Akzeptanzwinkel bei LUPOS Sicherheitsschuhen (Normvorgabe mindestens 4°):



Serie = Winkel in Grad

Starline = 12,2

Tackling = 11,4

Runner = 12,0

Shaolin = 10,8


Xetane – Zehenschutzkappe aus Kunststoff (200J):
Die neu entwickelte und patentierte Xetane-Kunststoffkappe auf einen Blick:

Erhebliche Gewichtsreduzierung, da die Xetane-Kunststoffkappe 50% weniger wiegt als eine herkömmliche Stahlkappe.

Keine Korrosion, keine magnetische Aufladung der Kappe.

Optimaler Temperaturausgleich bei Kälte und Hitze durch Kunststoffmaterial gegenüber Stahl.


Aktives Dämpfungssystem (a.d.s.):
Das aktive Dämpfungssystem (Patent: 4404016.4.09) ist ein trapezförmiger Absorber, der nach allgemeinen Erfahrungswerten im Absatz-PU eingeschäumt ist. Tritt der Fuß auf, gibt das a.d.s. aufgrund seiner Elastizität nach, federt den Energieschub ab und richtet sich beim Abrollen des Fußes selbsttätig wieder auf. Das patentierte System wird in den Serien Europa und Starline eingesetzt.


Gore-Tex®:
Die wasserdichte, wetterfeste und atmungsaktive Gore-Tex Membrane wird auch in LUPOS Schuhen verarbeitet. Ausgewählte Modelle aus der Serie No Limits werden von uns mit dieser Membrane ausgestattet.


Dri-Lex®:
Seine Produkteigenschaften machen Dri-Lex zu einem Futtermaterial, das jedem Vergleich standhält. Sehr gute Wasserdampfdurchlässigkeit, sehr gutes Feuchtigkeitsaufnahme- und abgabevermögen. Dri-Lex-Futter ist abriebfest, färbt nicht, ist schimmelabweisend, atmungsaktiv, und geruchsneutral. Das Futter wird bei ausgewählten Modellen aus der Tackling-, Runner und Shaolin-Serie eingesetzt.

TPU- Sohle : Thermoplastisches Polyurethan